Am Sonntag habe ich mit meiner Familie einen typisch amerikanischen Herbst-Ausflug zur Whitman's Farm gemacht. Obwohl es letzte Woche Mittwoch bis Freitag stark geregnet hat, hatten wir ein wunderschönes Wochenende und einen tollen Herbsttag am Sonntag. Es ist zwar mittlerweile sehr kalt geworden (nur noch 12°C morgens), dafür aber strahlend blauer Himmel und Sonne pur. Also das richtige Wetter für die Farm. Dort angekommen sind wir erst durch das echt große Maislabyrinth gelaufen. Wir hatten zwar eine Karte, aber es ist doch nicht sooo einfach, wenn einfach alles gleich aussieht und du nur Mais um dich herum hast. Wir haben es aber trotzdem geschafft, waren in jeder Ecke mindestens einmal und wir haben auch ein paar Fragen beantwortet, die in den Gängen versteckelt waren. Nach einem Steinlabyrinth und einem Labyrinth mit so Schnüren haben wir einen Hayride gemacht. Wir saßen auf einem Traktoranhänger mit Heuballen und haben uns einmal um das Gelände fahren lassen. War lustig und am Ende gabs für jeden einen kleinen Kürbis und einen Cider-Donut. Dazu haben wir dann noch warmen Apple-Cider getrunken. Das ist einfach frisch gepresster Apfelsaft und superlecker. Frisch gestärkt haben wir uns kleine Kürbisse ausgesucht, jeder drei, die wir dann mit einer Schleuder auf ein Feld geschleudert haben. Man konnte auch Punkte erzielen, wenn man in eine Tonne getroffen hat, haben wir aber nicht geschafft. Das wichtigste war ja auch der Spaßfaktor beim Kübisse wegschleudern. Dann gings ans Äpfel pflücken. Mit Korb, Pflückstab, oder wie man das nennt und Zettel mit den unterschiedlichen Apfelsorten sind wir dann losgezogen und haben zwei Körbe voll mit Äpfeln zurückgebracht. Das heißt, in den nächsten Tagen gibt es Äpfel satt :-) Der Tag war ja eigentlich schon echt toll, aber es wurde noch besser...
Elia und ich sind nachmittags noch kurz ein paar Sachen einkaufen gegangen. Ich habe mich dann im Supermarkt auf die Suche nach annährend deutschem Brot gemacht. Elia hat mir dann gezeigt, welches Brot Kathi, das erste AuPair und auch aus Deutschland, immer hatte. Das war zwar dunkler als die anderen Brote, hatte aber keine Kruste und war immer noch so weich wie Toastbrot – also nichts für mich. Irgenwann habe ich dann aber ein Brot gefunden, mit dem ich zufrieden war. Es ist zwar hell, aber rund und hat immerhin eine möchtegern Kruste :-) Daheim habe ich es gleich aufgeschnitten, Butter oder so etwas ähnliches nur mit weniger Kalorien ;-) und Erdbeermarmelade von IKEA daraufgemacht und es erstmal genossen. Das hat diesen super Tag dann noch perfekt abgerundet.
Nur als kleine Anmerkung: Eigentlich bin ich nicht so der Typ, der hier gleich auf die Suche nach nur heimischen Proukten geht. Ich bin hier schließlich in einer anderen Umgebung und Kultur und möchte diese auch kennen lernen, aber wenn man immer nur das Heimische sucht geht das nicht. Deswgen versuche ich mich so gut es geht anzupassen und alles mitzunehmen was typisch amerikanisch ist, sei es Essen, Feiertage oder andere Lebensarten. Aber ich muss sagen, dass mir jetzt nach fast drei Monaten richtiges Brot gefehlt hat und ich bin sooo glücklich mit meinem Fund. Deswegen finde ich es okay das auch weiterhin zu kaufen :-)
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