Dienstag, 11. Januar 2011

Weihnachten in den USA

Lange ist es her, ich weiß, aber bis jetzt hatte ich keine Zeit etwas zu posten, aber lieber später als nie, oder?
Weihnachten läuft hier etwas anders ab als in Deutschland. Zum einen kann ich mich nicht daran erinnern, jemals sooo viele Geschenke als Kind bekommen zu haben, wie meine Mädels hier. In der Woche vor Weihnachten, als die ganzen Geschenke angekommen sind (ja, wir haben fast 98% im Internet bestellt und geliefert bekommen) standen wir im Keller und haben auf den Berg geschaut und John hat doch tatasächlich gemeint, dass Alexa wohl zu wenig hat...also man sieht, es geht hier ein bisschen mehr um das Materielle obwohl es meiner Familie schon wichtig ist, dass wir an Weihnachten und auch unter dem Jahr in die Kirche gehen und die Geburt Jesu feiern. Die Kindern rechnen aber auch schon mit so vielen Geschenken, da sie einfach nur verwöhnt sind. Das ist aber sicherlich im laufe der Jahre entsanden und nicht erst dieses Jahr. Zu dem Materiellen gibt es auch noch eine kleine Geschichte von Alexa. Sie hatte sich unbedingt „Penbo“ gewünscht. Penbo ist ein Pinguin, der ein Ei mit einem Babypinguin im Bauch hat. Es ist eigentlich nur ein elektronisches Teil, das Geräusche macht und sich ein bisschen bewegen kann. Sooo interessant ist es gar nicht (es steht auch schon seit Wochen wieder in der Ecke), aber das wurde eben in der Werbung entdeckt und Alexa wollte es unbedingt haben. Natürlich hat sie es auch bekommen, aber der Prozess dahin war echt hammer...Klar, war es mitunter das letzte Geschenk, das sie auspacken durfte, weil es das tollste und das am meisten gewollte war. Aber auffallend negativ war, das jedes Geschenk, das sie davor ausgepackt hat, eigentlich fast nicht beachtet wurde, da es ja nicht Penbo war. Sie konnte sich gar nicht über Inliner, neue Klamotten usw freuen. Das hat mich echt weggehauen an dem Morgen.
Ja, wie man schon herausgehört hat, werden hier die Geschenke morgens ausgepackt und bei uns macht John die Geschenkverteilung, dass die Geschenke nicht untergehen und sie gerecht verteilt sind.
Am 24.Dezember saßen also Elia, John und ich im Wohnzimmer und haben noch restliche Geschenke eingepackt und das neue Klavier aufgebaut, das die Kinder auch noch bekommen haben. Am 25.Dezember haben die Kinder mich dann um 7 Uhr aus dem Bett geholt, was eigentlich eine ganz nette Zeit ist, wenn ich daran denke, dass manche Kinder keine Aufwecksperre haben und die Eltern und das AuPair um 5 aus dem Bett werfen. Nach dem Geschenke auspacken ging es zu Elias Schwester und ihrer Familie zum Weihnachtsessen. Am 24.Dezember waren wir schon bei Elias Bruder und seiner Familie in Manhattan und hatten da auch schon ein großes Essen. An dem Tag ging es danach auch in die Kirche. An den Bildern könnt ihr dann sehen, dass Santa tatsächlich gekommen ist und an Weihnachten auch überall in Chatham am Straßenrand Lichter aufgestellt werden, was echt schön aussieht :)

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